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Klettertechnik – Grundlagen

Klettertechnik kann über verschiedenen Wege beschrieben werden. Ein kurzer geschichtlicher Rückblick zeigt dies auf.

In den 70er Jahren beschrieb man Klettertechniken zur Überwindung von verschiedenen Geländeformen wie Kaminen, Verschneidungen, Dächern, Wänden usw. Weithin bekannt ist die Drei-Punkt-Technik. Geklettert wurde weitgehend statisch und frontal zum Fels..

Mit steigendem Kletterniveau hat man in den 90er Jahren erkannt, dass neben einer größeren Dynamik beim Klettern komplexere Positionen notwendig sind, um den nächsten Griff zu erreichen. Beispiele für Positionen sind frontal-eingedreht, Ägypter, Scheren, Hocken usw. Aus heutiger Sicht stößt auch dieser Ansatz an eine Grenze. Geklettert wird so, dass man eine Position einnimmt und aus dieser zumeist statisch weitergegriffen wird. Dynamische Bewegungsabläufe des gesamten Körpers sind eher die Ausnahme..

In der heutigen Weiterentwicklung des Kletterns zeigt sich, dass Klettern eine Bewegung des ganzen Körpers ist, das Weitergreifen ist nur ein kleiner Teil dieser Bewegung. Viele Probleme wie die "offene Tür" lösen sich durch eine dynamischere Ausführung einer Ganzkörperbewegung auf. Stellt man die Bewegung in den Mittelpunkt der Betrachtung, dann ist damit nicht gemeint, dass alle Kletterzüge im engen Sinn dynamisch gemacht werden müssen und man von Griff zu Griff springt. Gemeint ist, dass ein Kletterzug eine Ganzkörperbewegung ist, die situativ angepasst mehr oder minder fließend oder mit Schwung dynamisch ausgeführt wird.

Die Betrachtung von Klettertechnik unter dem Aspekt der Bewegung führt zu einem Technikleitbild, der Standardbewegung. Dieser grundlegende Bewegungsablaufmuss situativ an die jeweilige Kletterstelle angepasst werden. D.h. Merkmale der Standardbewegung werden variiert bzw. womöglich weggelassen.

Die Standardbewegung halte ich für die Basis der Klettertechnik, die für Kletterer aller Könnensstufen relevant ist.

varianten und anpassungen der standardbewegung

Anpassungen der Ausführung der Standardbewegung an die jeweilige Kletterstelle.

Tipps für das Variieren der Standardbewegung in unterschiedlichem Gelände

  • Im geneigten Fels
    • wird das Körpergewicht / Hüfte von der Wand weg über der Standfläche der Füße platziert,
    • wird vorwiegend frontal geklettert,
    • können die Arme in der Ausgangsstellung auch gebeugt sein,
    • wird meistens statisch mit der Dreipunkttechnik (drei Haltepunkte am Fels) geklettert.
  • Im überhängenden Fels
    • wird das Körpergewicht / Hüfte an die Wand über der Standfläche der Füße platziert,
    • wird häufiger eingedreht als frontal geklettert,
    • sollten die Arme in der Ausgangsstellung nach Möglichkeit gestreckt sein,
    • sollten überstreckte Körperpositionen durch rechtzeitiges hohes Antreten vermieden werden,
    • ist das Umtreten in kleinen Schritten wichtiger als im geneigten Fels,
    • wird häufiger dynamischer geklettert,
    • wird das Drüber und Drauf an abschüssigen Griffen nur dosiert ausgeführt.

Nach dieser Einführung geht es mit Videos zur Standardbewegung weiter.weiter