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Sicherungsmethoden

Dreibeinlogik

Die Zahl der Sicherungsmethoden und -geräte beim Klettern ist groß. Entsprechend sollte man ein oder zwei Methoden sicher beherrschen, um Bedienfehler zu vermeiden. Leider zeigen auch erfahrene Kletterer häufig ein nachlässiges Sicherungsverhalten mit der Folge von Bedienfehlern. Zum Glück haben diese Folge häufig, aber nicht immer, keine graviernden Folgen.

Gemeinsam bei allen Sicherungsmethoden ist die Anwendung der Dreibeinlogik von Walter Britschgi. Hierbei gelten die drei Grundregeln:

  1. Das Bremsseil darf nie losgelassen werden!
  2. Die Bremsmechanik des Sicherungsgeräts darf nicht aufgehoben werden!
  3. Die Reflexe des Menschen sind zu beachten!

Besonders häufig wird gegen die Regel 1 und 2 beim Sichern mit Halbautomaten verstoßen. Die Greifreflexe des Menschen spielen eine entscheidende Rolle. In Panik (bei einem Sturz) versucht man das Seil, dass man sieht (das Sicherungsseil und nicht das Bremsseil) zu fassen. Der zweite Reflex führt dazu, dass man das Sicherungsgerät in Panik fester umklammert. Die Sicherungspraxis umgeht häufig diese Regeln. Gerade im Umgang mit Halbautomaten hat es eine Reihe zum Teil schwerwiegender Unfälle gegeben. Man kann daher nur empfehlen sich seinen Sicherer gut anzuschauen und entsprechend der Dreibeinlogik zu sichern.

Zu meinem favorisierten Sicherungsgerät, dem Cinch gibt es einige Optimierungen im Handling. Michael Hofmann hat diese im climb 9/19 08 und in Bergundsteigen 1/2006 dargestellt. Probleme beim Cinch auch aus meiner Erfahrung kann es bei einm Sturz während des Seilausgebens geben. Bei ungünstigen Konstellationen blockiert das Gerät nicht sofort. Dies kann passieren, wenn beim schnellen Seilausgeben das Gerät verdreht wird (der Bremshebel zeigt dann nach rechts (siehe Bild).
Das Einhängen des Geräts in Bauchgurt und Beinöse bzw. das waagerechte Halten des Cinch kann dieses Risiko vermindern. Diese Methode ist anders als im Video des Herstellers. Zudem fasse ich das Seil beim Seilausgeben mit Cinch nur mit Daumen und Zeigefinger.

Die besten und ausführlichsten Beschreibungen der Sicherungsmethoden gibt es hier:

Bergundsteigen Teil 1; Bergundsteigen Teil 2

HMS Sichern
Tube Sichern
Cinch

 


Weitere Infos zum Thema Sicherheit gibt es beim Deutschen Alpenverein unter der Aktion Sicher Klettern. Hier findet man gute Infolyer und Infos zu den wichtigsten Sicherungsfragen.

Aktion Sicher Klettern